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Land in Sicht!



Rund 1400 ereignisreiche Seemeilen liegen hinter uns. 14 unvergeßliche Tage in vier Etappen, die wohl allen Beteiligten für immer in Erinnerung bleiben...

...Neuauflage garantiert!


Die Route.



Hasta la vista, Mallorca – Ahoi, Islas Canarias!


Anfang November, bei strahlendem Sonnenschein im Hafen von Palma:Wir verabschieden uns von unseren Freunden auf Mallorca und setzen die Segel in Richtung Ibiza. Gleich die erste Etappe der Überfahrt ist ein Erfolg. Rekordzeit! Nach nur 11 Stunden und 20 Minuten sind die 92 Seemeilen nach Ibiza absolviert, und es heißt: „Anker hält“.


Einen Tag später verabschieden wir uns bei bestem Wind unter vollen Segeln von den Balearen. Auf der ersten Etappe bis Malaga kommt zum ersten Mal seit langem wieder das unvergleichliche Hochseegefühl auf, diese Verbundenheit mit dem größten Naturraum der Erde. Drei Tage und zwei sternenklare Nächte, in denen wir viele Delfine und schlafende Schildkröten sehen, dann erreichen wir Caleta de Vèlez, einen idyllisch vor der Sierra Nevada gelegenen Fischerhafen. Hier ist ein Stopp geplant, um einen weiteren Mitsegler an Bord zu nehmen. Der Proviant wird wieder aufgefrischt und unser neuer Mitsegler, ein hervorragender Koch wie sich später herausstellt, wird herzlich begrüßt.


Damit die Segel keine Falten kriegen, werden diese auch schnell wieder gesetzt, um uns weitere 120 Seemeilen nach Gibraltar zu tragen. Der Tankstopp lohnt sich, der Diesel kostet hier nur 45 Cent..


Kaum sind die Segel gesetzt, frischt der Wind auf über 30 Knoten auf. Zusammen mit der Strömung von Achtern zeigt das Logg zwischenzeitlich über 12 Knoten an. Was für eine Verdrängung das Schiff hat! Nach diesem Erlebnis sind alle begeistert und einstimmig wird eine letzte Verschnaufpause in Tanger, Marokko beschlossen, bevor man die restlichen 730 Seemeilen zu den Kanaren in Angriff nimmt.


Doch der Start verschiebt sich um zwei Tage. Alle sind begeistert von den verwinkelten Gassen Tangers, den Kasbas und dem arabischen Flair der Stadt, in der man sich um 100 Jahre zurück versetzt fühlt.


So verlassen wir frisch erholt Tanger und segeln mit dem Kurs 233° in Richtung Kanaren. Aber was ist den jetzt hier los? Nach einem Tag schönstem Segeln zeigt der Windmesser nur noch um die fünf Knoten Wind an, und lässt sich im Traum nicht einfallen die nächsten zwei Tage etwas anderes anzuzeigen. Ist das jetzt wirklich der Atlantik? Spiegelglatte See! Das allgemeine Rätselraten wird dadurch beendet, dass Carsten die Angel auswirft. Die anfängliche Skepsis seine Angelkünste wird schnell durch eine 30cm-Makrele im Keim erstickt. Nachdem auch noch ein 60cm-Thunfisch anbeißt, stolziert da jemand mit vom Stolz geschwellter Brust über das ganze Deck hin und her. Die restlichen Tage ist die Frage also nicht mehr ob, sondern was für ein Fisch abends auf dem Tisch landet. Vom Feinsten!


Auch der Wind hat scheinbar bemerkt, dass er sich hier auf dem Atlantik befindet, und „schiebt“ uns die letzten fünf Tage unserer Überfahrt mit traumhaften 10-20 Knoten aus Nordost–Ost nach Gran Canaria.


Unserem Plan Las Palmas anzulaufen wird dann ein Strich durch die Rechnung gemacht, da sich vor Ort schon in den Tagen vor unserer Ankunft eine heftige Dünung aus Südost aufgebaut hat, die die dortige Einfahrt der Marina unpassierbar macht.


Wir entscheiden uns kurzfristig für Puerto de las Nieves im Nordwesten der Insel, und werden mit einem wunderschön und idyllisch gelegenen kleinen Fischerhafen für diese Entscheidung belohnt.


Wir lernen gleichzeitig eine weitere Eigenschaft der Kanaren kennen, nämlich dass man sich den Wind, Welle und dessen deren Stärke frei aussuchen kann. Während vor Las Palmas und der Südostküste "richtig was los" ist, ist auf der nur 14 Seemeilen entfernten Nordwestseite der Insel spiegelglatte See und nur um die 3 Knoten Wind. Perfekt bis Traumhaft ist also die erste Analyse unseres neuen Segelreviers.


Die sonstigen klimatischen Bedingungen lassen uns vergessen, dass wir Winter haben. 28°C, Sonnenschein und das auch noch in einer steuerfreien, autonomen spanischen Republik mit einer einzigartigen Landschaft.


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